Maklersoftware im Vergleich.
Es gibt vier Kategorien von Software fürs Maklerbüro, und sie lösen unterschiedliche Probleme. Wer Objekte verwalten und Portale bespielen will, braucht eine Objektverwaltung. Wer verliert, weil Anfragen unbeantwortet bleiben, braucht keine – sondern einen Vertriebsassistenten.
Die vier Kategorien
Objektverwaltung (klassische Maklersoftware)
Verwaltet Objekte und Kontakte, erzeugt Exposés und spielt Inserate auf die Portale aus.
- Beispiele
- onOffice, Propstack, FlowFact, estateOffice
- Kosten
- etwa 50–150 € je Nutzer und Monat, oft zzgl. Einrichtungsgebühr
- Stärke
- Beherrscht den Vermarktungsablauf und die Portalanbindung.
- Grenze
- Der Nutzen hängt daran, dass jemand Daten pflegt.
- Passt für
- Büros ab etwa acht parallelen Objekten oder ab der zweiten Person im Team.
Postfach und Kalender
Der Ort, an dem im Maklerbüro tatsächlich gearbeitet wird – Anfragen, Verhandlungen, Absprachen mit Notar und Verwalter.
- Beispiele
- Microsoft 365, Google Workspace
- Kosten
- etwa 10–25 € je Nutzer und Monat
- Stärke
- Alle Beteiligten nutzen es, keine Zugangshürde, rechtlich belastbar.
- Grenze
- Kennt keine Vorgänge, nur Nachrichten – und keine Wiedervorlagen.
- Passt für
- Jedes Büro. Die Frage ist nicht ob, sondern wie sauber es organisiert ist.
Vertriebsassistent
Leitet aus dem, was ohnehin passiert – Mails, Anrufe, Nachrichten, Sprachnotizen – die Vorgänge, Notizen und Aufgaben ab, statt Eingabemasken bereitzustellen.
- Beispiele
- Portalist
- Kosten
- etwa 20–50 € je Nutzer und Monat
- Stärke
- Wert entsteht ohne Dateneingabe; funktioniert unterwegs.
- Grenze
- Ersetzt keine Objektverwaltung und keine Portalanbindung.
- Passt für
- Büros, bei denen Anfragen unbeantwortet bleiben und Zusagen vergessen werden.
Fachwerkzeuge
Punktuelle Werkzeuge für Bewertung, Grundrisse, Bildbearbeitung, Signatur und Buchhaltung.
- Beispiele
- Bewertungstools, Grundrisssoftware, DocuSign, Lexware
- Kosten
- je 10–60 € monatlich
- Stärke
- Lösen eine klar umrissene Aufgabe gut.
- Grenze
- Erzeugen in Summe viele Abos, die selten überprüft werden.
- Passt für
- Gezielt dort, wo eine konkrete Aufgabe regelmäßig anfällt.
Einzelne Anbieter
Portalist und onOffice
Wer eine Alternative zu onOffice sucht, meint meist eines von drei Problemen. Wofür ein Wechsel sinnvoll ist, wofür nicht – und was Portalist stattdessen macht.
Portalist und Propstack
Propstack ist ein starkes CRM für Maklerbüros. Wann eine Alternative sinnvoll ist, wann nicht – und was Portalist als Ergänzung leistet.
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Häufige Fragen
›Welche Software brauche ich als Immobilienmakler wirklich?
Ein geschäftliches Postfach mit Kalender, eine Objektliste und ein System für Wiedervorlagen. Alles Weitere sollte ein konkret benennbares Problem lösen. Die Frage vor der Auswahl lautet nicht, welche Software man kauft, sondern was gerade verloren geht.
›Was kostet Maklersoftware im Monat?
Klassische Objektverwaltung liegt bei etwa 50 bis 150 € je Nutzer und Monat, häufig zuzüglich Einrichtungsgebühr. Der größere Posten sind aber die Immobilienportale mit 350 bis 600 € monatlich.
›Brauche ich als Einzelmakler ein CRM?
Bei bis zu etwa fünf parallel laufenden Objekten und ohne Team kommt man mit Postfach, Kalender, einer Objektliste und einem Wiedervorlagesystem weit. Ab acht bis zehn Objekten oder ab der zweiten Person im Büro lohnt sich eine Objektverwaltung.
›Ersetzt ein Vertriebsassistent die Objektverwaltung?
Nein. Ein Vertriebsassistent kümmert sich um Anfragen, Nachfassen und Notizen; eine Objektverwaltung um Objektdaten, Exposés und Portalanbindung. Die beiden Kategorien lösen unterschiedliche Probleme und laufen in der Praxis nebeneinander.